Treffpunkt
 
Diese Seite gehört ganz unseren Schulungsteilnehmern.
Wer seine Eindrücke, Erfahrungen und Meinungen weitergeben möchte, findet hier eine Gelegenheit seine Sichtweise darzustellen.
Alle Aussagen und Bilder sind freiwillig und geben die Meinung der betreffenden Person wieder.
 
 
 
Rosel Zopf aus Birkenau/Hornbach

Bild: Herr Helmut Schulz

"Voriges Jahr hab ich zu Hause gehockt und jetzt bin ich ganz froh.
Jetzt hat mich Frau Lang wieder das Laufen gelernt.
Ich bin jetzt wieder mobil!"

 

 
 
Katharina Götzel    

"Ich heisse Katharina Götzel, bin 77 Jahre alt und wohne in Heilbronn.
Ich leide seit 8 Jahren an Makuladegeneration und bin nun zu 100 % sehbehindert.
Dank der AOK konnte ich einen Kurs der Orientierung und Mobilität mit dem großen Blindenstock besuchen.
Mein Lehrer war Herr Kappen der mir mit viel Geduld und Erfahrung das Selbstbewusstsein im Straßenverkehr wiedergegeben hat.
Ich empfehle jedem Sehbehinderten diesen Kurs zu besuchen, der ja auch von der AOK bezahlt wird!"

Bild: Frau Katharina Götzel
 
 
 
 
 
Natalie Emling

Bild:  Natalie Emling

"Ich bin Natalie Emling, bin 13 Jahre alt und bekam den Mobilitätsunterricht damit ich allgemein mobiler werde.
Wir fuhren z.B. mit dem Zug, lernten den Trierer Bahnhof und übten in der Stadt.
Und wir haben herausgefunden, dass einige Blindenampeln nicht funktionieren und einen Brief an die Stadt geschrieben.
Und wir haben noch vor, eine Nachtüberprüfung zu Hause im Dorf zu machen. Vielleicht gibts dann noch mehr Unterricht.
Die 40 Stunden haben mir fast alle Spaß gemacht, z.B. fand ich das suchen einer Apotheke in einer fremden Stadt nicht so toll, weil der Unterricht vorher schon so anstrengend war.
Aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht, in einem Einkaufszentrum am Bahnhof in Trier zu üben.
"

 
 
 
 
Eberhard Schneider aus Mannheim - Käfertal (Jahrgang 1931)

"Beginn der Sehbehinderung:1991 Durchblutungsstörungen, dadurch entstand ein Glaukom, welches zur Erblindung des linken Auges führete. Auf dem rechten Auge besaß ich nur noch 10% Sehfähigkeit.

"Stock wurde mein zweites Auge"

Mit Frau Lang begann auf den langen Fluren im Untergeschoss der Albrecht Dürer - Schule in Käfertal, wo sich häufig auch in Freistunden einige neugierige, beobachtende Schüler aufhielten, das Training.
Schließlich fasste einer den Mut zu fragen, was mit mir los sei und warum ich mit dem Stock solche Bewegungen mache? Nachdem ich ihm alles erklärt hatte, nahm er den Stock, ging damit ein paar Schritte, wie er es gesehen hatte, und sagte:" Alles klar, der Stock ist ein zweites Auge".
Durch das Training mit Frau Lang wurde ich auch im Straßenverkehr wesentlich sicherer und viele Situationen waren plötzlich einfacher geworden.
Nach meinen Erfahrungen mit dem Stocktraining kann ich allen sehbehinderten und blinden Menschen empfehlen, ein solches Training zu absolvieren."

Eberhard Schneider

Bild: Herr Eberhard Schneider
 
 
 
Langstocktraining in Mannheim

Bild: Herr Helmut Schulz

"Im Jahre 1976 bekam ich schon einmal ein Training. Dies war also schon 30 Jahre her, daher sah ich es aus verschieden Gründen als notwendig an, ein neues Trainingsprogramm zu machen.

Und dies mal an den Bedürfnissen von mir. Diese Freiheit hatte ich bei dem damaligen Training nicht.

Ich finde dieses Training hat mir etwas gebracht.
Dank der guten Trainerin Frau Lang. Ich muss Sie sehr loben, ich kann es jeden empfehlen."

Helmut Schulz

 
 
 

Hallo RP- Betroffene und Sehbehinderte aller Art !

"KLASSE, Ihr habt den Mut auf diese Seite zu gehen und Euch zu informieren!

Mein Name ist Annette Oberhausen, ich bin 38 Jahre alt und wohne in Saarbrücken.
Seit 10 Jahren weiß ich, dass ich an RP erkrankt bin und mein Gesichtsfeld ist in dieser Zeit von 35 Grad auf 4-2 Grad geschrumpft.
Ich hatte das große Glück im Januar 2006 an dem Mobitraining teilzunehmen und damit mein Leben vom zweiten Tag des Mobitrainings in einen postiven Weg zu lenken.

Mein Leben war vorher ein langer dunkler Tunnel mit wenigen guten Erlebnissen, da die Krankheit meine Lebensfreunde einfach eingeschränkt hat, von Abhänigkeit und Bewegungsmangel in der dunkelen Jahreszeit.
Ab de
m zweiten Tag des Mobitrainings sah ich am dunklen Tunnel schon ein Lichtschein, der mich beflügelte; nicht nur mich, sondern alle Kursteilnehmer.
Unsere tollen Trainer Birgit, Christine und Ottmar konnten uns einfach vermitteln wie schön das Leben sein kann. Sie lehrten uns den Umgang mit dem Langstock und mir wurde klar: ich bin nicht mehr abhängig und ich kann Abends auch ohne Hilfe meine Freundin besuchen .
Bild: Frau Annette Oberhausen
Jedem der sich Gedanken darüber macht - soll ich so ein Training auch machen? - kann ich nur ganz laut zurufen JA.
Soll ich mich als Sehbehinderter outen? JA!
Und Ihr werdet sehen, keiner bezeichnet Euch mehr als volltrunken auf irgendeinem Fest oder einer Veranstaltung, da Ihr gekennzeichnet seid.

Am Ende dieses Mobitrainings sah ich nicht nur ein Licht am Ende des Tunnels; nein, ich stand im hellen Sonnenlicht und wusste das ich es wert bin, mit meiner Behinderung gut zu leben.

Für mich ist heute das Busfahren oder Zugfahren kein Problem mehr. Ich fahre alleine durch ganz Deutschland gehe meine RP-Freunde aus dem Kurs besuchen. Ich genieße es einfach zu leben.
Nicht nur für Euch ist es prima sowas zu machen, sondern Ihr nehmt Euren Angehörigen und den Menschen, die Euch lieben, eine große Last ab !! Diese Menschen können mal ganz entspannt mit Euch bummeln gehen, ohne ewig wie ein Schiesshund auf Euch aufpassen zu müssen, da Ihr ja mit Eurem Langstock den Weg ganz alleine bewältigen könnt. Glaubt mir das ist ein GEILES Gefühl. Ich bitte meine Ausdrucksweise zu entschuldigen, aber ich kann es nicht anderst ausdrücken, weil es einfach so ist!
Ich denke, das war ein kleiner Eindruck von Euren Vorteilen durch eine geniale Erfindung - den Langstock. Die besten Trainer der Welt könnt ihr Euch auf der Seite anschauen, ohne das klasse Training von meinen Freunden könnte ich heute nicht so durch die Gegend rennen!!
Liebe Grüsse an alle die diesen Bericht lesen!"

Annette Oberhausen
 
 
 
Inge Hofstetter aus Zemmer:

"Als mein Sehvermögen plötzlich so stark abnahm, dass ich sogar meinen Imbiss-Stand in der Eifel aufgeben musste, erfuhr ich irgendwann von einer Freundin von der Schulung mit dem weißen Langstock. Anfangs dachte ich, das wird sicher nichts sein, was funktioniert und das wird mir nun auch nicht mehr weiter helfen.
Als es losging, hatte ich schon monatelang nicht mehr allein das Haus verlassen. Schon nach wenigen Schulungsstunden merkte ich aber, wie ich mich beim gehen wieder sicherer fühlte. Ich konnte mich mit dem Stock sicher in dem Schulgebäude bewegen, in dem wir übten. Auch auf den Treppen fühlte ich mich nach und nach sicherer. Ich merkte wie viel Sicherheit mir der Stock gab. Ich wollte wieder unabhängig werden, das war mir ganz wichtig und ich merkte, dies ist deine Chance.
Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und deshalb habe ich alles gelernt, was man mit dem Stock machen kann. Heute, nach etwa einem Jahr, fahre ich allein in die Stadt und gehe überall hin. Das es mir heute wieder soviel besser geht, verdanke ich dem Lehrer von "sehwerk". Und nächste Woche fahre ich allein mit dem Zug, meine Tochter besuchen. Den Stock gebe ich jedenfalls nicht mehr her!
"

 
 
 
Bild: Dr. Georg Henning aus Ludwigshafen

Dr. Georg Henning aus Ludwigshafen:

"Wegen einer fortschreitenden Netzhaut-Degeneration habe ich mich für ein Mobilitätstraining bei Frau Birgit Lang entschieden. Sie war mir eine kompetente, strenge und liebevolle Lehrerin.
Sie brachte mir schnell die Techniken zur selbständigen Fortbewegung mit dem weißen Langstock bei. Dabei hat mir der frühe Trainingsbeginn (Restsehvermögen 16%) sehr geholfen.
Ich staune über meine jetzt wieder-gewonnene Mobilität."

Bild: Frau Helene Götz läuft mit Hilfe eines Langstocks eine Treppe hinab Helene Götz aus HD-Ziegelhausen:

"Das mobile Orientierungsprogramm ist für mich eine völlig neue Lebens-erfahrung.
Es hilft mir, Ängste abzubauen und mein Selbstbewußtsein zu stärken.
Außerdem löst es einen gewissen Reiz auf neues Dazulernen aus, so dass ich mich auf den Unterricht regelrecht freue."
     
 
 
       
Erfahrungen mit dem Blindenstocktraining

Bild: Frau Dagmar Schenk

"Mein Name ist Dagmar Schenk.
Ich bin 44 jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter im Alter von 17 und 19 Jahren.
Seit ca. 2 Jahren konnte ich nicht mehr ohne Begleitung alltägliche Einkäufe erledigen.
Da man einem die R.P. nicht ansieht, registrieren die Menschen auch nicht die Behinderung. So erkundigte ich mich bei der Augenärztin nach einem Erkennungszeichen.
Ich war bereit, die Armbinde zu tragen, doch diese allein hätte mir nicht weiter geholfen.Sie, bzw. die Orthophtistin informierte mich über das mögliche Blindenstocktraining und gab mir die Adresse von Herr Kappen.
Er kam dann zu einem Beratungsgespräch und wir beantragten das Training bei der Krankenkasse.
Ich bekam das Training zu meiner grossen Freude schnell genehmigt. Die ersten Stunden übten wir dann mit verbundenen Augen, Gegenstände ertasten und definieren, das richtige fassen des Stocks, sowie Treppenlaufen, bestimmte Stellen in einem Gebäude wiederfinden usw. Herr Kappen ging mit sehr viel Einfühlvermögen an das Training, so dass ich zwar angestrengt war und dennoch nicht überfordert. Im Gegenteil, nach so einer Übungseinheit spürte ich neuen Mut wieder zu der verlorenen Selbständigkeit zurückkehren.
Das Training bei Dunkelheit macht mir noch die grössten Probleme, da ich die etwas über 5 grad Gesichtsfeld auch voll ausnutze, stehe ich bei Dunkelheit oft hilflos da.
Doch auch da fordert Herr Kappen mich so heraus, dass ich danach feststellen muss, dass es möglich ist, sich im Dunkeln zurechtzufinden.
Der Stock ist mir inzwischen so vertraut, dass ich oft ohne zu merken auch andere Gegenstände wie z.b. meine Gitarre vor mir herschwinge um ein anstossen zu vermeiden. Bis jetzt hat das der Gitarre noch nicht geschadet.
Auf jeden Fall bin ich total dankbar für diese Hilfe, denn meine beiden Töchter sind mehr oder weniger aus dem Haus, und ich wollte sie auf keinen Fall auch nur irgendwie an mich wegen der Behinderung oder an zu Hause binden. Sie freuen sich sehr mit mir, dass ich wieder selbständige Schritte wage und mich über jede bestandene Strecke freue.
Vielen Dank an Herr Kappen für das Training und den angenehmen Humor, denn ich lache gerne und viel."

Dagmar Schenk
 
 
   
Mein Name – Karin Baumunk  

"Ab dem Jahr 19. gab es in meiner Stadt eine lange 4-/5spurige Straße.
Ich bekam Schweißausbrüche, bei dem Gedanken, diese für mich neue, stark befahrene Straße alleine zu überqueren.
In einer Fachzeitschrift für Blinde und Sehbehinderte las ich von einem 1wöchigen Mobilitätstraining in meiner Nachbarstadt. In diesem Artikel ging es damals darum, mit einer kleinen Gruppe von Sehrestlern die Selbständigkeit und Mobilität zu trainieren und auch in gewisser Weise das Selbstvertrauen in die eigene Person zu stärken. Das sprach mich in hohem Maße an.
Ich kontaktierte damals anhand der im Artikel angegebenen Ruf-Nr. Ottmar Kappen – Birgit Lang in Schriesheim. Herr Kappen bekam durch gezielte Fragestellung gleich den richtigen Eindruck von meiner Situation. Ich wollte in einer Gruppe, mit anderen Sehbehinderten, etwas machen, auch unter dem Aspekt der Gruppendynamik. Er aber erkannte sofort, dass ich damit überfordert war.
Ich war nachtblind und zu dem Zeitpunkt schon beinahe blind. Er kam zu mir nach Hause und verschaffte sich so einen persönlichen Eindruck, worin ganz konkret meine Probleme lagen. Die Stocktechnik musste verbessert werden. Durch das lange Jahre mehr oder weniger vor meinem Körper links-, rechts auftippen, hatte sich so eine gewisse Nachlässigkeit und Fehlhaltung des Langstockes eingeschlichen.
Ich musste zugeben, dass ich mich immer häufiger an den Pollern und Straßenschildern verletzte.
In meiner Situation als „Blinde“ gab es eine andere Technik den Langstock effektiver und körperschonender einzusetzen. Das war mein 1. Tag mit einem Mobilitätstrainer. Ich war begeistert. Ich wollte mich nicht einschränken und ich wollte mir das bisschen Selbständigkeit auf jeden Fall bewahren. Herr Kappen erläuterte mir das Vorgehen bei der Krankenkasse. Er legte anhand seines Eindruckes, den er über mich gewonnen hatte und das Ziel, das ich erreichen wollte, eine angemessene Stundenzahl als Trainingszeit fest und ich reichte diesen Antrag bei der Krankenkasse ein. Damals schon gab es so gewisse Probleme der 100 %igen Kostenübernahme. Aber auch hier half mir Herr Kappen in sehr kompetenter und professioneller Weise, dass auf mich keine Kosten zukamen.
– Es konnte also losgehen. –
Ich lernte – an der Ampel stehend – zu hören, wann die Autos aus welcher Richtung losfuhren oder standen. Ich hörte aus welcher Richtung sie kamen und in welcher Richtung sie fuhren. So lernte ich wie groß die jeweilige Ampelkreuzung war und wann ich meine Grünphase hatte. Dieses Aufschlüsseln wie eine große, unüberschaubare Kreuzung sich darstellt ist von ungeheurer Bedeutung, wenn man als Blinde alleine eine solche stressfrei überqueren will. Man muß auch die „Coolness“ besitzen, an der Ampel so lange stehen zu bleiben bis man den Verlauf der Kreuzung wie ein Sehender erkannt hat.
Mir hat das Erlernen komplizierter Kreuzungsüberquerungen Stärke und Sicherheit im Straßenverkehr gegeben.
"

Bild: Frau Karin Baumunk